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Frauen in Kenia gelten als "Motor der Entwicklung". Wie kommt das? Wohl rührt es aus der gleichen Erkenntnis her, die Entwicklungsorganisationen sich neuerdings auf Frauenprojekte stützen lässt. Frauen gelten als verlässlicher - vor allem im Umgang mit dem Geld - und als zielstrebiger und motivierter. Die Motivation rührt daher, dass den Frauen die Not am nächsten geht, ihnen obliegt die Versorgung der Familie quasi völlig: Gross bringen der Kinder, Hausarbeit, Pflege kranker Familienmitglieder und besonders die Feldarbeit (denn um was kochen zu können, muss man etwas anbauen). Häufig stehen die Mütter dabei allein da, weil die Männer auf Arbeitsuche in den Städten sind und dort auch oft neue Beziehungen eingehen. Falls es überhaupt Arbeit gibt, ist die Frage wie viel des Lohnes zu Hause ankommt. Können die Landfrauen ihre Kinder und älteren Familienmitglieder vielleicht noch durch den eigenen Garten ernähren, so fehlt doch Bargeld für Schulgebühren oder Medizin. Das zwingt sie nun wieder, noch zusätzlich einen Job anzunehmen (z.B. als Hausmädchen) oder in die Prostitution als letzte Lösung. Welcher Kreislauf dann beginnt (Krankheit, Hunger, Waisen) ist leicht auszumalen. Bei all dem ist leider noch zu erwähnen, dass die Frauen in der Gesellschaft immer noch nicht gleichgestellt sind, was sich besonders in der Schulbildung und in Rechtsfragen auswirkt. Dies alles macht ihre Motivation deutlich: das Interesse, ihre und ihrer Kinder Lage zu verbessern - und Ideen dazu haben sie genug!

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Stand: 10.03.2005