"Kolping Women's Educational Project Kisumu".
Die Projektverantwortliche, Frau Owitti (Frauensprecherin des
Kolpingwerkes), s
childert uns
Ansatzpunkt und Ziele des Bildungsprogramms: "Viele Familien sind ohne
Einkommensquelle und hängen völlig von dem kleinen Erlös der Frauen aus dem
Gemüseverkauf ab. Nur 3 % bis 5% der Ehemänner sind in fester Anstellung, so
gibt es von daher wenig Hilfe. Der Mangel an wirtschaftlicher Entwicklung und
ihre Rolle in der Familie bringt Frauen in das hohe Risiko HIV/AIDS zu bekommen,
sei es dass sie in die Prostitution gedrängt werden, sei es dass ihre Ehemänner
den Virus von anderen Kontakten mitbringen, sei es dass sie sich bei der Pflege
kranker Familienmitglieder infizieren. Die Uebertragungswege sind vielen immer
noch nicht bekannt und die Krankheit wird verschwiegen. Viele Kinder sind schon
Waisen. Erschwerende Faktoren für eine Verbesserung sind die noch weitgehend
polygame Tradition (besonders bei einigen Stämmen) und das medizinische Umfeld
(allgemeine Hygiene, minderwertige Qualität von Kondomen, Behandlungskosten)."
Unsere Projektpartnerinnen bitten um Unterstützung für
Bildungsangebote in den Bereichen der Einkommensverbesserung (Frucht-/ Gemüse-/
Getreideanbau; Tierhaltung) und der Gesundheit. Das Ziel des Projekts ist
Aufklärung und Begleitung der Frauen auf dem Weg in die Selbständigkeit. Die
Kurse werden von speziell ausgebildeten Sozialarbeiterinnen durchgeführt und
finden in Räumlichkeiten der Pfarreien oder im Kolping-Office Kisumu statt (dort
haben die Frauen gerade ein eigenes Büro bekommen).